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Image by Antoinette Biehlmeier

BURNOUT … wenn die innere Flamme erlischt

Burnout ist mehr als nur Erschöpfung – es ist ein Zustand tiefgreifender körperlicher, seelischer und geistiger Überforderung. Oft entsteht er schleichend über Wochen, Monate oder sogar Jahre hinweg. Was zunächst als „nur ein bisschen Stress“ beginnt, kann sich allmählich zu einem Zustand völliger Erschöpfung entwickeln – einer inneren Leere, in der kaum noch Kraft verfügbar ist.

Wenn das Feuer zu lange brennt

Am Anfang steht meist ein hoher Anspruch an sich selbst: perfekt sein, alles schaffen, keine Schwäche zeigen. In dieser Haltung werden eigene Grenzen häufig übergangen – motiviert und engagiert, aber ohne ausreichend Erholung und Selbstfürsorge. Körper und Psyche versuchen mitzuhalten, bis die Ressourcen zunehmend erschöpft sind.

Burnout ist das Ergebnis eines langfristigen Ungleichgewichts zwischen Anspannung und Erholung, Geben und Empfangen, Pflicht und Bedürfnis.

Was im Körper und im Nervensystem geschieht

Burnout betrifft alle Ebenen des Organismus. Körper, Geist und Psyche geraten aus der Regulation:

  • Nervensystem: dauerhafte Stressaktivierung mit eingeschränkter Erholungsfähigkeit

  • Hormonsystem: Dysregulation von Stresshormonen, häufig mit Erschöpfung und Antriebslosigkeit

  • Immunsystem: erhöhte Infektanfälligkeit und reduzierte Belastbarkeit

  • Verdauung und Kreislauf: funktionelle Beschwerden wie Magenprobleme, Schwindel oder Herzklopfen

  • Muskulatur: chronische Anspannung, Schmerzen und Verspannungen

  • Psyche: Gefühle von Leere, Sinnlosigkeit und emotionaler Erschöpfung

 

Typische Symptome

Burnout entwickelt sich meist schleichend. Erste Warnsignale werden oft übersehen oder normalisiert. Im Verlauf können sich folgende Symptome zeigen:

  • emotionale Erschöpfung und innere Leere

  • anhaltende Müdigkeit trotz Ruhe

  • Schlafstörungen

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

  • sozialer Rückzug

  • körperliche Beschwerden (z. B. Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen, Magenprobleme, Herzklopfen)

  • emotionale Abstumpfung oder Zynismus

  • Verlust von Interesse und Lebensfreude

 

Ursachen von Burnout

Burnout entsteht in der Regel nicht durch einen einzelnen Auslöser, sondern durch ein Zusammenspiel verschiedener Belastungsfaktoren über einen längeren Zeitraum.

Dabei wirken äussere Anforderungen und innere Muster oft gemeinsam:

  • anhaltende berufliche oder private Überlastung

  • hoher Leistungsdruck und Perfektionismus

  • Schwierigkeiten, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu setzen

  • dauerhafte Erreichbarkeit und fehlende Erholungsphasen

  • emotionale Belastungen oder Konflikte

  • hohe Verantwortungsübernahme und starkes Pflichtgefühl

  • innere Antreiber wie „funktionieren müssen“ oder „keine Schwäche zeigen dürfen“

  • fehlende Balance zwischen Aktivität und Regeneration

Oft entsteht Burnout, wenn über längere Zeit mehr Energie verbraucht als regeneriert wird und eigene Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund geraten.

Image by Pawel Andrzejczak

Wenn Erschöpfung, innere Leere oder Überforderung den Alltag prägen, kann es hilfreich sein, innezuhalten und Unterstützung anzunehmen.

MEIN ANSATZ

Ganzheitliche psychosoziale Begleitung mit Gesprächsarbeit sowie körper- und atemorientierten Methoden

Die Begleitung bei Burnout unterstützt dabei, individuelle Überlastungsmuster zu erkennen, Belastungsfaktoren zu verstehen und schrittweise wieder in eine stabile Regulation zu finden. Ziel ist es, das Nervensystem zu entlasten, Ressourcen aufzubauen und neue Wege im Umgang mit Anforderungen zu entwickeln.

Gesprächstherapeutische und beratende Begleitung

Im Gespräch werden persönliche Belastungsdynamiken, innere Antreiber sowie Denk- und Verhaltensmuster reflektiert. Dadurch entsteht ein besseres Verständnis für die Entstehung der Überlastung und bisherige Bewältigungsstrategien.

Auf dieser Grundlage können neue Handlungsspielräume entstehen, Grenzen klarer wahrgenommen und Ressourcen gestärkt werden, um mehr Stabilität, Klarheit und Selbstfürsorge aufzubauen.

 

Körper- und atemorientierte Methoden

Körper- und atemorientierte Methoden unterstützen die Regulation des Nervensystems und fördern die Rückverbindung zum eigenen Körper. Sie helfen dabei, körperliche und emotionale Spannungszustände wahrzunehmen und schrittweise zu lösen.

Je nach individueller Situation können folgende Methoden eingesetzt werden:

  • Körper- und Atemarbeit zur Förderung der Selbstwahrnehmung

  • Reflektorische Atemtherapie

  • Atem- und Körperwahrnehmung

  • Regulation des Nervensystems

  • Ressourcenaktivierung und Stabilisierung

  • Hinterfragen und Reflektieren von Denk- und Verhaltensmustern

  • Atemmassage und Meridianarbeit

  • Meditation und geführte Entspannungsübungen

 

Die Methoden werden individuell angepasst und unterstützen die schrittweise Wiederherstellung von innerer Ruhe, Stabilität und Regenerationsfähigkeit.

 

Wirkung der Begleitung

Ziel der Begleitung ist es, die Selbstwahrnehmung zu stärken, Überlastungsmuster zu verstehen und die Fähigkeit zur Regulation von Stress und Erschöpfung schrittweise wieder aufzubauen.

Die Begleitung kann dabei unterstützen:

  • körperliche und emotionale Erschöpfung zu reduzieren

  • das Nervensystem zu stabilisieren

  • innere Ruhe und Regeneration zu fördern

  • Grenzen klarer wahrzunehmen und zu setzen

  • neue, gesunde Strategien im Umgang mit Belastung zu entwickeln

  • einer erneuten Überlastung vorzubeugen

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